Rudi Altig
* 18.03.1937 in Mannheim † 11.06.2016 in RemagenRudi Altig war eine der prägendsten Figuren des deutschen Radsports. Mit seiner Energie, seinem Kampfgeist und seiner unverwechselbaren Ausstrahlung begeisterte er über Jahrzehnte hinweg Fans und Weggefährten. Schon früh machte er sich einen Namen als Bahnfahrer und gewann zwischen 1959 und 1961 dreimal die Weltmeisterschaft in der Einerverfolgung. Doch sein Ruhm beschränkte sich nicht auf die Bahn: 1962 triumphierte er bei der Vuelta a España, trug das Grüne Trikot der Tour de France und wurde 1966 auf dem Nürburgring Straßen-Weltmeister – ein Titel, der ihn endgültig zur Legende machte. Insgesamt errang er acht Etappensiege bei der Tour de France und trug 18 Tage das Gelbe Trikot. Wir erinnern uns an einen ehrlichen, direkten Menschen, der den Sport lebte und zugleich die Menschen um ihn herum bereicherte. Altig war nicht nur ein Weltmeister und Radsportidol, sondern auch jemand, der seine Popularität nutzte, um anderen zu helfen und seine Heimat zu stärken. Sein soziales Engagement trug dazu bei, dass er weit über den Sport hinaus Anerkennung fand. 2017 wurde die Rhein-Ahr-Sporthalle in „Rudi-Altig-Halle“ umbenannt – ausdrücklich als Anerkennung für sein großes soziales Engagement.