Rosi Mittermaier-Neureuther
*05.08.1950 in München † 04.01.2023 in Garmisch-PartenkirchenBekannt wurde sie als die Gold-Rosi von der Winklmoos-Alm. Sie selbst hat sich jedoch nie für einen Star gehalten. Ganz im Gegenteil, ihr natürliches, herzliches und hilfsbereites Wesen hat keinen Platz geboten, sich selbst wichtig zu nehmen. Die Leistungen anderer erfolgreicher Sportler hat sie mit einem Heidenrespekt hoch anerkannt. Erinnerte man sie daran, dass sie selbst 1976 schon zweimal Gold und einmal Silber geholt hatte, kommentierte sie ganz knapp: „Des is aber scho lang her.“ Allgemein spricht man ja immer vom Heim, wenn man vom Zuhause spricht. Wer jemals das Vergnügen hatte, bei Rosi privat eingeladen zu sein, der merkte nach spätestens zehn Minuten, dass man sich selbst sofort heimisch fühlte. Soziales Engagement lag Rosi, wie konnte es auch anders sein, immer am Herzen. Insbesondere haben es ihr die an Rheuma erkrankten Kinder angetan, die durch ihre Schirmherrschaft in der Kinderrheuma-Stiftung unterstützt wurden. Eigentlich war sie bis zum Schluss immer topfit, hat noch mit Anfang 70 das Golfbag selbst getragen. Auf die Frage nach ihrem schönsten Erlebnis beim Golfen ihre Antwort: auf der Runde Schwammerl entdeckt zu haben. Selten bis nie haben wir nach dem Ableben einer Persönlichkeit so viele wohlwollende Worte über den Charakter und das Wesen des Verstorbenen gehört wie im Fall unserer Rosi. Sie hat die Nation berührt wie keine andere und wir werden sie für immer sehr vermissen.